30.01.2025 von Meiky
Andorra: Eines der wenigen Länder in Europa, das wir noch nicht bereist haben. Also stand es natürlich auch auf unserem Plan und wir mussten dort hin. Ehrlicherweise müssen wir gestehen, dass wir nicht lange vor Ort waren. Aber all zu groß ist das Land auch nicht.
Andorra ist ein Zwergstaat und liegt in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich. Die Amtssprache ist Katalanisch. Andorra la Vella liegt auf 1.011 Meter über dem Meeresspiegel und ist somit die höchste Hauptstadt Europas. Mit 468km² (nur 0,2 Saarl.) ist Andorra der größte der sechs europäischen Zwergstaaten, dafür aber mit der geringsten Einwohnerzahl pro km². Die Mehrwertsteuer liegt bei 4,5%. Daher sind die meisten Touristen mit 80% Tagestouristen, davon kommen 57% aus Spanien. Der Tourismus und der damit verknüpfte Handel sind die tragenden Säulen der andorranischen Wirtschaft (≈ 80 % des Bruttonationalprodukts).
Im Mai 1993 etablierte Andorra eine Verfassung als souveräner Staat mit einem parlamentarisch-demokratischen System im modernen Sinne. Die beiden ausländischen Schutzherren und Kurfürsten blieben Staatsoberhäupter, doch ihnen kommt nur noch eine repräsentative Funktion zu. Die exekutive Gewalt ist einem, dem Parlament verantwortlichen Ministerpräsidenten, übertragen. Heute ist Andorra Mitglied der Vereinten Nationen (UN) und der Europäischen Währungsunion, nicht aber der Europäischen Union.
An einem Samstag kurz vor Weihnachten kamen wir also in Andorra an. Nicht gerade der beste Tag für einen Besuch stellten wir schnell fest, als wir kurz nach der Grenze bereits im Stau standen: Christmas Shopping war auch hier angesagt. So schlossen wir uns gezwungenermaßen den 80% Tagestouristen an und gingen ebenfalls in den überfüllten Straßen von Andorra la Vella shoppen. Kommerzielle Gegenstände gibt es dort wegen der geringen Mehrwertsteuer günstig zu kaufen. Unsere Einkäufe beschränkten sich jedoch auf die weniger weihnachtlichen. Wir begnügten uns mit ein wenig Alkohol und Meiky mit Zigaretten. Bei einem Preis von € 1,27 für den Liter Diesel waren wir natürlich auch Tanken. Wir schauten uns die Hauptstadt noch ein wenig genauer an, aber am späten Nachmittag machten wir auch schon wieder die Biege nach Spanien. Andorra hat auf uns einen eher wenig spektakulären Eindruck gemacht. Alles, was Andorra zu bieten hat, gibt es auch und vermutlich auch schöner, außerhalb des kleinen Landes, in den Pyrenäen. Es bietet sich tatsächlich hauptsächlich zum Einkaufen an und wir empfehlen dieser Aktivität am besten an einem Werktag und nicht in der Weihnachtszeit nachzugehen. Sorry, Andorra.