FRANKREICH


Sind dann mal kurz weg!

29.01.2025 von Meiky

Nach fast drei Jahren Langzeitreise - vom Kap der Guten Hoffnung bis ans Nordkap – sind wir im Anfang 2024 in unserer neuen Wahlheimat, dem Bayerischer Wald angekommen. Seitdem ist, was das Thema „Reisen“ anbetrifft, nicht viel passiert. Wir mussten erstmal alles sacken lassen und schnell verliert man sich in Arbeit. So waren wir, vollkommen untypisch für uns, nur einmal fünf Tage in Berlin, unser „Sommerurlaub“ sozusagen und das wars!

 

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Mietwagenrundreise, Normandie & Bretagne

Dezember 2017 von Meiky

Im Spätsommer ist in der Bretagne und Normandie deutlich weniger los. Wir waren mit einem Mietwagen für 10 Tage unterwegs.

 Es ist ein Eldorado für Camper, vor allem die Franzosen lieben Campingurlaub, so dass wir noch nie so eine große Dichte an Campingfahrzeugen und Campingplätzen gesehen haben.

Wir wurden von Frankreich nicht enttäuscht. Das Essen ist nicht ganz günstig, aber das frische Meeresgetier ist wahnsinnig lecker, vorallem die Austern:

 

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Sind dann mal kurz weg!

29.01.2025 von Meiky

Nach fast drei Jahren Langzeitreise - vom Kap der Guten Hoffnung bis ans Nordkap – sind wir im Anfang 2024 in unserer neuen Wahlheimat, dem Bayerischer Wald angekommen. Seitdem ist, was das Thema „Reisen“ anbetrifft, nicht viel passiert. Wir mussten erstmal alles sacken lassen und schnell verliert man sich in Arbeit. So waren wir, vollkommen untypisch für uns, nur einmal fünf Tage in Berlin, unser „Sommerurlaub“ sozusagen und das wars!

Und so kam es, dass Micha dieses Mal vom Reisefieber und dem Fernweh mehr angetrieben war, als ich. Ihre Idee: im Winter zwei bis drei Monate mit unserem Landy „ins Warme“ fliehen. Anfangs war ich von der Idee nicht so begeistert. Was sind schon drei Monate? Nichts Halbes und nichts Ganzes! Für unsere Verhältnisse gesprochen.

 

Die ursprüngliche Idee auf die Kanarischen Inseln zu fahren wurde wieder verworfen, genauso wie ein möglicher Trip nach Tunesien. Warum wissen wir irgendwie auch nicht mehr so genau. Obwohl es auf dem europäischen Kontinent im Winter eigentlich überall nasskalt sein kann, entschieden wir uns für Nordspanien. Dort wollten wir auch die meiste Zeit verbringen. Was man so liest und hört, ist Südspanien derzeit auch im Winter schon recht voll. Darum nahmen wir und vor, dieses Gebiet zu meiden, vor allem die Küste. In Nordspanien ist es im Winter deutlich leerer und im Sommer bzw. in der Hochsaison wären uns auch dort die Touristenmassen viel. Natürlich machte das Wetter nicht immer mit; Geschäfte, Bars und Restaurants hatten zu großen Teilen geschlossen. Trotzdem empfinden wir den Winter als super Reisezeit mit dem Camper in Europa. Wir haben das Gefühl, dass das Reisen im Winter weniger hektisch ist. Die Einheimischen sind deutlich entspannter und nicht genervt von Touristen und man wird stärker willkommen geheißen als in den Sommermonaten. In kleinen Ortschaften hat dann oft nur noch eine Bar geöffnet und man ist der einzige Tourist.

Am Setup unseres Landy hatten wir vor dieser Reise nichts geändert. Das Dach ist immer noch undicht und unser Elektro- und Batteriesystem hat sich ja bereits in Finnland fast verabschiedet. Aber es funktioniert noch und wird die kommenden Monate noch durchhalten. Leider ist uns am zweiten Tag aufgefallen, dass unser Heißwasserboiler auch nicht mehr funktioniert. Er wird eben auch nicht jünger – der Landy. Darum verabschiedet er sich nach dieser Reise für eine längere Zeit in die Werkstatt. Ist er da fertig wird er NUR wieder zum Reisen verwendet und nicht mehr als Alltagsauto, wie im letzten halben Jahr! Aber da ging es ganz gut, da wir ja wussten, dass er bald erneuert wird. Was wir alles genau erneuern, umbauen und upgraden werden wir euch in einem separaten Bericht verraten.

So, genug mit der Einleitung:

Wer uns schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass wir offenbar das Regenwetter magisch anziehen. So auch dieses Mal. Kaum im Auto sitzend, begann es zu regnen und dieser Regen begleitete uns die ersten Tage. Kurz vor Straßburg machten wir zum ersten Mal Halt und übernachteten auf einem kleinen Parkplatz inmitten von Feldern.

Wir fuhren einmal quer durch Frankreich von Straßburg nach Collioure im südlichsten Zipfel des Landes. Der Plan war zügig durch Frankreich zu fahren und uns nur ein paar Sachen anzuschauen, die direkt auf der Strecke liegen. Nur zügig oder schnell Fahren passt bei uns genauso wenig zusammen wie der Nikolaus und Ostereier. Während der Fahrt und bei den abendlichen Recherchen taten sich aber immer sehr Sehenswürdigkeiten auf, die wir nicht verpassen wollten.

Wir fuhren im Land nur wenige Kilometer auf der Autobahn, da die nämlich richtig teuer ist, etwa € 18,-- auf 100 Kilometer. Daher nutzten wir häufig die Landstraßen durch verschlafene mittelalterliche Orte, tiefe Schluchten und Geisterstädte. Vorbei an Dolmen, Aquädukten und Burgen sowie Burgruinen. Auch die ein oder andere größere Stadt sahen wir von innen, wie Avignon mit dem Papstpalast und seiner berühmten Brücke sowie Carcassonne mit der mittelalterlichen Festung.

Auch hier ist in manchen Gebieten deutlich zu erkennen, wie etwa bei der Region rund um Vallon-Pont-d'Arc, wie maßlos überlaufen es im Sommer sein muss. Auf zehn Kilometern gibt es mindestens 20 Campingplätze. Im Winter sind alle geschlossen, da sich dann offenbar kaum ein Tourist in diese Region verirrt. Beeindruckend ist dort der 54 Meter hohe Naturbogen über den Fluss Ardèche.

Wasserfälle und Höhlen schauen wir eigentlich nicht mehr wirklich an, außer es handelt sich um Superlative wie die Chauvet Höhle, die erst 1994 entdeckt wurde. Über 20.000 Jahre blieb der Eingang durch einen Felsrutsch verschlossen. Der heutige Eingang ist mit einem Sicherheitssystem überwacht und die Höhle selbst darf für maximal sechs Wochen im Jahr nur durch eine begrenzte Anzahl von ausgewählten Forschern wenige Stunden betreten werden. Ähnliche Höhen in Frankreich und Spanien haben gezeigt, dass die hohe Luftfeuchtigkeit, die sich durch die Atemluft von Besuchern ergibt, einen erheblichen und irreparablen Schaden anrichten kann.

Also erbaute man eine zweite Höhle „Chauvet II“ und bildete nicht nur die Felszeichnungen im Maßstab von 1:1 nach, sondern das ganze Höhlensystem mit ihren Felsformationen, Originalfarben und Gewölben mit unterschiedlichsten Strukturen. Auch nutzten die heutigen Künstler ausschließlich Kohle und verschiedene Farbpigmente für die rund 400 Wandbilder mit 1000 Tierzeichnungen. Die ältesten Felszeichnungen sind über 35.000 Jahre alt und somit unter den ältesten und an den besten erhaltenen Zeichnungen der Welt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Avignon ist bekannt für den Papstpalast: Zwischen 1335 und 1430 war der Palast die Residenz verschiedener Päpste und Gegenpäpste. Er befindet sich mitten in der Altstadt und ist eines der größten und wichtigsten gotischen Gebäude Europas.

Auch die Römer hinterließen hier ihre Spuren: Überall trifft man auf Aquädukte, wie den Pont du Gard mit einer Gesamtlänge von 275 Metern, erbaut 100 n. Chr. Auf der antiken Brücke merkt man erst, wie massiv gebaut wurde und somit wundert man sich nicht, dass sie heutzutage noch steht! Der gesamte Aquädukt besitzt ein durchschnittliches Gefälle von 24 cm pro Kilometer. Auf welche Weise die damaligen Bauingenieure eine derart exakte Berechnung angestellt haben, ist heute noch unklar.

In der Region Minerve begaben wir uns wieder auf Entdeckungsreise. Dort gibt es zwei natürliche Bergtunnel mit je 200 Metern Länge, eine schöne mittelalterliche Stadt sowie Schluchten, Höhlen und Dolmen. Im Herbst und Winter sollte man sich für die Wanderungen sichtbar kleiden, es ist Wildschwein-Jagdsaison.

Der Ursprung der Festungsanlage von Carcassonne war ebenfalls aus römischer Zeit. Im Mittelalter erfolgte der Ausbau der Festungsstadt mit zwei Mauerringen mit je drei Kilometern Länge und insgesamt 52 Türmen. Noch heute leben 229 Einwohner in der mittelalterlichen Festung. Früher waren es 3000 bis 4000 Einwohner.

Der letzte von uns besuchte Ort war Collioure in Frankreich, der am Mittelmeer liegt. Hier waren wir zum ersten Mal beim Mittagessen auf dieser Reise und am selben Tag ging es weiter nach Spanien.


 

Mietwagenrundreise, Normandie & Bretagne

Dezember 2017 von Meiky

 

Im Spätsommer ist in der Bretagne und Normandie deutlich weniger los.

Es ist ein Eldorado für Camper, vor allem die Franzosen lieben Campingurlaub, so dass wir noch nie so eine große Dichte an Campingfahrzeugen und Campingplätzen gesehen haben.

Wir wurden von Frankreich nicht enttäuscht. Das Essen ist nicht ganz günstig, aber das frische Meeresgetier ist wahnsinnig lecker, vorallem die Austern: man sollte die glitschigen Muscheln dort unbedingt probieren - zumindest findet Meiky das... Sie sind kaum frischer zu finden. Meiky hat täglich welche gegessen, da er sich am liebsten reinlegen würde.

Selbstverständlich waren wir auch auf dem Mont Saint Michel. Da hier tausende von Touristen anzutreffen sind, würden wir empfehlen kurz vor Sonnenaufgang durch das Watt zum Mont zu laufen. Man ist dann am Mittag mit allen Sehenswürdigkeiten fertig und kann sich im Hotel am Nachmittag ausruhen. Am Abend kann man dann nochmal mit dem Bus reinfahren. Oder man übernachtet gleich auf dem Mont. Es gibt eine Handvoll Hotels und ein paar kleine günstigerer B&B´s. Die Unterkünfte dort sind natürlich etwas teurer, aber es hat auch was den Mont Saint Michel morgens und nachts ohne Touristen zu erleben.

Die Restaurants im Ort sind leider alle nicht wirklich empfehlenswert: Sehr schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Die Restaurants sind nur auf Profit aus. Aber was soll man machen: man muss ja was essen und es ist ja auch was Besonderes länger als nur einen Tag vor Ort zu sein.



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